Schweizerhut Sticken

Sticken FAQ

KÖNNEN ALLE TEXTILIEN BESTICKT WERDEN?

Im Prinzip ja. Ausnahmen gibt es dort wo sich das Textil wegen seiner Beschaffenheit nicht für eine Bestickung eignet.
Sehr dünne Stoffe (sehr feine Seide) können dann beschädigt werden.

IST DIE BESTICKUNG VON LEDER MÖGLICH?

Grundsätzlich kann Leder bestickt werden. Allerdings muss die Beschaffenheit gut sein. Wir besticken Leder mit ganz speziellen Nadeln die verhindern, dass dieses perforiert wird. Fragen Sie uns in dieser heiklen Sache an. Anfrage.

WIE KLEIN RESP. FEIN KANN GESTICKT WERDEN?

Hier sind gewisse Grenzen gesetzt, da der Stich mindestens 0,8 mm lang sein sollte. Bei Schriften sollte die Höhe von 4 mm nicht unterschritten werden. Bei Ihrer Anfrage beraten wir Sie aber selbstverständlich und weisen Sie darauf hin. Bei kleinen Schriften verwenden wir auch ein speziell feines Garn das die Ergebnisse verbessert.

KANN EINE VORLAGE 1:1 IN EINE STICKEREI UMGESETZT WERDEN?

Meistens ja wenn es sich um Firmenlogos oder Schriften handelt. Farbverläufe hingegen können nicht naturgetreu umgesetzt werden da immer nur mit einer Farbe gestickt werden kann. Hier kommt es auf die Erfahrung und Sorgfalt des Punchers an der die Programme herstellt. Wir versuchen aber immer so naturgetreu wie möglich zu arbeiten.

WIE SIND DIE KOSTEN EINER STICKEREI ZU BERECHNEN?

Wenn man seriös arbeitet kann man die Kosten nicht einfach z.Beispiel als nur als Grössenschlüssel angeben. Es kommt auf die Grösse der Stickerei an aber wichtig bei der Berechnung sind auch die Deckungsgrade der Stickerei. Wir von der Tonsai AG machen zu jeder eingehenden Offertanfrage eine individuelle Kostenberechnung.

KANN ICH EIN MUSTER BEKOMMEN (WIE Z.BEISPIEL EIN – GUT ZUM DRUCK)?

Ja, jedes neue Dessin wird dem Kunden bemustert. Es wird ein Kostenanteil von ca. Fr. 20.– berechnet. Eine Bemusterung ist wichtig, damit beide Seiten sicher sind das optimalste Ergebnis zu bekommen.

MIT WELCHEN VORKOSTEN MUSS MAN RECHNEN UND WARUM?

Um die Maschine zu programmieren bedarf es eines Stickprogrammes. Die Herstellung erfordert viel Erfahrung und Liebe zum Detail. In unserer Offerte werden diese Kosten mitgeteilt. Erfahrungsgemäss liegen sie zwischen Fr. 60.– und Fr. 130.–.

LIEFERZEITEN?

Da wir ein kleinerer, flexibler Fabrikationsbetrieb sind, können wir meistens auf die Kundenwünsche eingehen. Normalerweise beträgt die Lieferzeit eines Auftrages ab dem o.k. des Kunden 1-2 Wochen.

WARUM BEI UNS STICKEN LASSEN?

Weil wir personell und im Hinblick auf die Ausrüstung unseres Betriebes die Voraussetzung haben Sie optimal zu bedienen.
Auch wenn einmal etwas nicht optimal läuft sind wir für Sie da.
Wir wollen für Sie die beste Lösung. Wir beraten Sie fair und kompetent.
Den guten Kundenservice erachten wir als oberstes Gebot unserer Firma.

Modedesign bunt

Farben und ihre Wirkung

Farben beeinflussen schon immer unser Leben. Im Altertum mehr der symbolische Charakter, heute haben wir gelernt, dass Farben sehr viel wichtiger und aussagekräftiger sind. Farben lösen Gefühle und Assoziationen aus und führen zu unbewussten Reaktionen.

Auch Goethe befasste sich mit der «Farblehre» und schätzte selbst seine Erkenntnisse zu den Farben höher ein als seine gesamten literarischen Werke. Isaak Newton leitete die moderne Farbenlehre ein mit der Erkenntnis, dass weiss die Summe aller Farben ist und weiss durch ein Prisma geleitet die Spektralfarben ergeben.

Farben als solches existieren nicht. Bei Farbwahrnehmungen handelt es sich um elektromagnetische Wellen unterschiedlicher Länge. So ist z. Beispiel die Wellenlänge der Farbe rot 656.6 Nanometer (1 nm=1millionstel mm) und blau 434,2 nm. Diese Schwingungen und damit die übertragene Energie wird nicht nur mit unseren Augen
sondern mit dem ganzen Körper und vorallem über die Haut wahrgenommen. In unseren Körperzellen werden diese physikalischen Reize in Impulse umgewandelt und ans Gehirn weitergeleitet.

Jede Farbe hat eine Wirkung auf die Psyche und unseren Körper. Die Farbe kann Agressionen auslösen oder uns in einen wohligen Zustand überführen. Wir empfinden Farben kühlend oder wärmend. Heute sind Farben auch sehr wichtig in der Werbung und in der Gestaltung des Wohnbereiches.

Wir haben hier die Wirkung von verschiedenen Farben zusammengefasst. Was sie für Botschaften senden und was sie über die Person aussagen die sie trägt:

Blau

Blau, die Farbe des Himmels steht für Ruhe, Vertrauen und Sicherheit. Wer blaue Kleidung mag, strebt nach Ausgeglichenheit, Treue und Beständigkeit. Hellblaue Kleidungstücke strahlen Zartheit, Lebendigkeit und Leichtigkeit einer Person aus. Blau fördert die Sprachfähigkeit und das klare Denken.
Die Farbe hilft bei Schafstörungen und Entzündungen.
Wer die Farbe blau nicht mag dem fehlt es an innerer Ruhe.

Grün

Die Farbe der Natur beruhigt, harmonisiert und steht für Sicherheit und Hoffnung. In der Farbtherapie wird grün bei Herzerkrankungen eingesetzt.
Ein grün gekleideter Mensch wirkt grosszügig und vertrauenserweckend mit einer sozialen Kompetenz.
Grüne Räume sorgen für Ruhe, Sicherheit und Kreativität auch wenn die Farbe nur in Form von Pflanzen vorkommt.

Gelb

Die Farbe der Sonne steht für Optimismus und Lebensfreude, Humor und Aufgeschlossenheit. Die Farbe lindert Ängste und löst Depressionen. Gelbe Farben wirken entgiftend und werden bei Rheuma und Leberstörungen eingesetzt.
Wer sonnen- oder maisgelbe Kleidung trägt zeigt seinem Umfeld, dass er oder sie glücklich sind und ein heiteres Gemüt haben.
Gelb lässt auch Räume grösser erscheinen. Es wirkt anregend und fördert die Unterhaltung. Deshalb sehr gut geeignet für Kinderzimmer oder Konferenzräume.

Rot

Rot symbolisiert Kraft und Dominanz, Selbstbewusstsein und Kreativität.
Es ist die Farbe der Liebe und Leidenschaft aber auch des Zorns. Sie erregt große Aufmerksamkeit und strahlt Vitalität und Energie aus. Die Farbe kann schön wärmen aber auch «erhitzen». Rot regt den Kreislauf, den Stoffwechsel und das Immunsystem an.
Bekannte Wirkung: Lady in red.

Orange

Orange ist eine optimistische Farbe und strahlt Lebensfreude aus. Sie steht für Aufgeschlossenheit, Kontaktfreude und Kreativität. In der Farbentherapie wird orange für Krankheiten in der Bauchgegend und bei Nierenbeschwerden eingesetzt. In Räumen angewendet fördert orange die Geselligkeit und Gemütlichkeit.
Leute die orange nicht mögen wird nachgesagt, dass sie ihre Kreativität nicht entfalten können.

Violett

Violett steht für Würde, Mystik und Schutz. Die Farbe kann stolz und arrogant wirken. Violette Kleidung hat eine festliche, würde- und geheimnisvolle
Wirkung.
In Wohnräumen wirkt violett beruhigend, sollte aber wegen seiner Eigenschaft den Appetit und die Lust auf Sex zu zügeln nur in Empfangsräumen eingesetzt werden.

Braun

Braun, die Farbe der Erde vermittelt Geborgenheit, Zuverlässigkeit und materielle Sicherheit. Braune Kleidung vermittelt Bodenständigkeit und sagt aus, dass der Träger nicht anspruchsvoll ist. Elegante braune Kleidung erweckt den soliden und gediegenen Eindruck. Bei Gleichgewichtsstörungen wird braun in der Farbentherapie eingesetzt.
Braune Räume wirken beruhigend und rustikal.

Weiss

Weiss ist die Farbe der Reinheit, Klarheit und der Unschuld. Sie ist eine magische Farbe, da sie für alle anderen Farben eingesetzt werden kann. Wenn man sich gerne weiss kleidet, zeugt das von Ergeiz und oft auch von Berechnung.
Sie kann aber auch die Farbe des «Scheins» sein wenn jemand mit sich selbst eine Auseinandersetzung hat und dieser aus dem Weg gehen will.
Weiss zeigt aber auch Neutralität.

Grau

Grau ist die Farbe der vollkommenen Neutralität und Zurückhaltung. Man fällt nicht auf und unter diesen Mantel werden oft Unsicherheit und Lebensangst verpackt. Graue Anzüge wirken nüchtern es wird keine Individualität gezeigt.

Schwarz

Schwarz, die Farbe der Dunkelheit, der Trauer, Unergründlichkeit und des Geheimnisses. Schwarz zeigt ein Dominanzstreben, Ehrgeiz und vermittelt dem Träger einen intellektuellen Touch. Die Farbe wirkt aber auch elegant und unnahbar obwohl der Träger das Gegenteil anstrebt.
Schwarz kann aber auch von Respekt und Seriosität zeugen.
In Räumen sollte man schwarz als dominante Farbe meiden.

Modedesign bunt

St Gallen, Sicht von oben

Textilstadt St. Gallen

Die Gallusstadt wie sie auch genannt wird, hat ihren grossen Aufschwung der Herstellung von Textilien und insbesondere der Stickerei zu verdanken. Bei einem Rundgang durch die Altstadt kann man überall die kunstvoll verzierten Erker sehen, die von den Reisen der St. Galler Textilkaufleuten aus dem 18. und 19. Jahrhundert berichten. Die vielen prunkvollen Häuser – beispielsweise die ehemalige Stickereibörse mit dem Handelsgott Hermes auf dem Dach (heute UBS) – zeigen, dass St. Gallen bis kurz vor dem 1. Weltkrieg eine der reichsten Städte der Welt war.

Schon ca. 1790 arbeiteten ca. 50’000 Frauen als Handstickerinnen für die St. Galler Handelshäuser. Um 1910 war die Stickereiproduktion mit 18 % der bei weitem grösste Exportzweig der Schweizer Wirtschaft und über 50 % der Weltproduktion an Stickereien kam aus St. Gallen.

st.gallen

St Gallen, Sicht von oben

Jeans Foto um zu zeigen wie man Flecken entfernt

Fleckenentfernung, bewährte Rezepte und neue Erkenntnisse

Wir hoffen, dass auch Ihr Fleck hier aufgeführt ist und wir Ihnen bei der Pflege helfen können. Wenn nicht, schreiben Sie uns wir sind für jeden Tipp dankbar!

Fleckenbeseitigung Regel Nr. 1

Für jeden Fleck gilt die Regel: Am besten sofort behandeln. Frische Flecken lassen sich viel leichter entfernen als ältere, eingetrocknete. Egal ob ein Blutfeck auf dem Hemd oder ein Oelfeck auf der Hose, je schneller behandelt um so grösser ist die Chance diesen auch wieder los zu bekommen.

Am besten wird der Fleck vorerst mit kaltem Wasser – vorzugsweise mit Kohlensäure – behandelt. Grundsätzlich werden alle Flecken von aussen nach innen behandelt. Nicht hin und her wischen denn so könnte sich der Fleck vergrössern oder es könnten Ränderentstehen. Auch ist auf den Stoff zu achten, er darf nicht zu stark strapaziert werden.

Bananen

Sofort kalt auswaschen, ev. mit etwas Feinwaschmittel oder Seife.

Bier

Frische Flecken mit etwas Seifenlauge reiben, spülen. Bierfecken lösen sich beim waschen.

Blut

Möglichst bald mit kaltem Wasser vorzugsweise mit Kohlensäure – auswaschen. Ältere Flecken mit einer biologischen Waschmittellösung vorwaschen oder bei starker Verschmutzung über Nacht in eine solche einlegen.

Ei

Die Überresten sanft abkratzen, dann mit einer Seifenlauge auswaschen.

Farben

Flecken müssen sofort behandelt werden ansonsten lassen sie sich meistens nicht mehr entfernen. Bei Ôlfarben Terpentin oder Terpentinersatz, für Kunstharzfarben Verdünner auf weissem Stoff tränken und auf einer saugfähigen Unterlage behandeln. Nicht reiben, besser klopfen oder betupfen. Wasserlösliche Farben sofort mit kaltem Wasser auswaschen.

Frische Fettflecken

Sofort mit Roggenmehl bestreuen und andrücken. Es saugt das Fett an und verhindert, dass es sich im Stoff festsetzt. Fettflecken lösen sich beim Waschen.

Früchte

Am besten mit kaltem Wasser auswaschen und anschliessend normal waschen.

Gras

Grasflecken mit etwas Butter einreiben, ca. 15 Minuten einwirken lassen, dann mit Seife und heissem Wasser heraus waschen. Alternativ die Stelle mit Spiritus beträufeln und anschliessend normal waschen.

Hartnäckige Obstflecken

Hartnäckige Obstflecken werden mit Seife und kaltem Wasser ausgewaschen, über Nacht mit Milch bedeckt und danach wieder mit kaltem Wasser und Seife nachwaschen.

Harz

Mit Terpentinöl, Feinsprit oder Aceton behandeln und dann normal waschen.

Himbeer-, Kirsch- und Fruchtsaftflecken

Frische Himbeer-. Kirsch- und Fruchtsaftflecken mit Zitronensaft einreiben und auswaschen.

Kaffee / Kakao

Kaffeeflecken auf Seide oder feinen Geweben mit Glyzerin betupfen und mit lauwarmem Wasser auswaschen. Ansonsten mit ein wenig Waschmittl einweichen und dann waschen.

Kaugummi

Einen Vereisungsspray für Kaugummi verwenden oder sofort mit Eiswürfel abreiben. Dann normal waschen.

Klebstoffe

Sofort mit Aceton oder Nagellackentferner behandeln.
Getrocknete Zweikomponentenkleber lassen sich nicht mehr beseitigen. Daher sofort handeln.

Kugelschreiber

Mit Spiritus abtupfen und waschen (Farbprobe machen). Auch das Einsprühen mit Haarspray und anschliessendes Waschen kann helfen.

Lacke

Sofort mit Lackverdünner auf saugfähiger Unterlage abtupfen. Getrockenete Lacke lassen sich meistens nicht mehr entfernen.

Lippenstift

Mit Alkohol betupfen und mit Feinwaschmittel waschen. Man kann auch die Stelle mit Haarshampoo oder mit Spülmittel beträufeln, einwirken lassen und warm auswaschen.

Milch

1-3 Stunden in handwarme Waschmittellauge einlegen, spülen und dann üblich waschen.

Obst

Obstflecken lassen sich am besten entfernen wenn man die Stelle sofort mit kaltem oder lauwarmem Wasser und Seife wäscht. Danach wenn nötig in Milch tauchen und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag mit Wasser ausspülen.

Öl

Wie Fett behandeln.

Rostflecken

Rostentferner gemäss Gebrauchsanleitung anwenden. Anstatt Rostentferner kann auch Zitronensäure verwendet werden, danach waschen. Rostflecken leichterer Art werden mit Zitronensaft betupft und anschliessend heiss überbügelt.

Rotwein

Sofort mit Papiertaschentücher aufsaugen, spülen und waschen. Vor dem Waschen kann der Fleck auch mit verdünnter Zitronensäure betupft werden. Alternativ kann die Stelle feuchte Stelle auch mit Salz eingerieben werden, einwirken lassen und dann auswaschen.

Russ

Textil mit flüssigem Feinwasch- oder Abwaschmittel benetzen oder Brei aus Wasser und Waschpulver auflegen, zusammenrollen und über Nacht wirken lassen. Danach normal waschen.

Schokolade

Lauwarm waschen mit Feinwaschmittel, eventuell wiederholen. Vor- oder nachher kann der Fleck auch noch mit Fleckenwasser oder Reinbenzin behandelt werden. Resten der Schokolade vorher vorsichtig abkratzen.

Schuhcreme

Mit Terpentin betupfen und waschen.

Tee

Wie Kaffee behandeln. Achten Sie darauf, dass starke ALTE Teeflecken sich nur sehr schwer aus dem Textil entfernen lassen.

Teer

Mit Reinbenzin versuchen den Fleck zu entfernen ansonsten hilft die chemische Reinigung.

Tinte

Mit Alkohol betupfen und dann waschen. Auch kann das befeuchtete Textil mit Salz besteut und danach gewaschen werden. Eine weitere Methode ist, das Teil abwechslungsweise mit Spiritus und Essig zu betupfen und danach auszuwaschen.

Tomatenflecken

Tomatenflecken in weissen Stoffen sofort mit Seifenwasser behandeln.

Wachs

Wachs zuerst abkratzen. Die verbleibenden Resten zwischen zwei Papiertaschentüchern etc. herausbügeln. Danach kann der Fleck noch auf saugfähigem Untergrund mit Feinbenzin oder Fleckenwasser behandelt werden, anschliessend normal waschen.

Weinflecken

Weissweinflecken mit kaltem Wasser ausspülen. Weinflecken im allgemeinen werden auch durch das mehrmalige Eintauchen in kochende Milch beseitigt. Danach normal waschen.

Very dirty white shirt

Stickerei-Geschichte

Geschichte – Die Entwicklung der Stickerei

Geschichte – Kleiner Überblick über die Entwicklung der Stickerei und der St. Galler-Stickerei im besonderen

Die Geschichte der Stickerei ist lang und hat, wie vieles den Ursprung in China. Schon vor mehr als 3000 Jahren wurden mit Seiden-, Baumwolle- und Wollgarnen Gewebe mit verschiedenen Mustern verziert. Die wichtigsten Stickereien kommen aus Jiangsu, Guangdong, Hunan und Sichuan. Bei der Su-Stickerei aus Jiangsu werden verschiedenste Muster von Blumen, Vögeln und Landschaften eingestickt. Sie ist sehr fein gearbeitet, das besondere Sujet ist ein Kätzchen das sehr naturgetreu wiedergegeben wird. Bei der Jue-Stickerei aus Guangdong die sehr bunt gearbeitet ist sind die verbreitetsten Motive Drachen und Vögel. Die Xiang Stickerei ist mehr als 2000 Jahre alt und die besonderen Motive sind Tiger und Löwen. Aus Sichuan kommt die Shu-Stickerei die ca. 1000 Jahre alt ist und umfangreiche Darstellungen von Landschaften, Figuren, Vögel und Fischen beinhaltet.

Aber auch in Indien und Âgypten war die Stickkunst bekannt die zur Hauptsache jedoch nur geometrische Figuren stickten. Die Assyrer entwickelten diese Kunst weiter und stellten vorallem Menschen- und Tiergestalten dar. Die Kunst des Stickens kam dann über die Griechen zu den Römern. Im Mittelalter waren es vorallem die Klöster die sich mit der Stickerei befassten und diese Kunst weiterentwickelten. Diese Arbeiten wurden aber dann im 11. Jahrhundert von den arabischen Kunstanstalten verfeinert. Einher mit der Bildung kam diese Kunst sodann in die westliche Hemispähre. Durch den regen Handel zuerst nach England, dann über das Burgund verbreitete sich die Stickerei in Europa.

Die St. Galler-Stickerei
Als St. Galler-Stickerei werden die Produkte dieser Sparte aus St. Gallen und der Umgebung bezeichnet. Die St. Galler-Stickereien waren einst die wichtigsten Produktion- und Exportgüter. In der Blütezeit um 1910 machten diese Artikel knapp 20 % der Exporte der Schweiz aus und hatten seinen Weltmarktanteil von ca. 50 %.

Die St. Galler-Stickerei entwickelte sich aus dem Niedergang der Leinwandfabrikation ca. 1850. Das war die Zeit der Einführung der Handstickmaschine die um das Jahr 1865 ausgereift war. Ab1870 begann der kometenhafte Aufstieg der Branche. Bis 1890 verdreifachte sich die Anzahl der Handstickmaschinen auf knapp 20.000 Stück. Diese Entwicklung bescherte St. Gallen viel Reichtum der sich noch heute in den prunkvollen Bauten der damaligen Zeit wiederspiegelt.

Die Handstickmaschinen erfuhren ab ca. 1880 enorme Konkurrenz durch die von Isaak Gröbli 1863 erfundene und bis 1870 weiterentwickelte neue Schifistickmaschine. Neu an dieser Technik war, dass diese mit 2 Fäden analog zur etwa zur gleichen Zeit entwickelten Nähmaschine funktionierte. Das war eine enorme Entwicklung weil die Arbeit viel leichter und einfacher von der Hand gegangen ist. Diese sogenannten Pantographen-Schiffli-Stickmaschinen wurden immer noch von Hand betrieben. 1898 entwickelte Arnold Gröbli, der älteste Sohn von Isaak Gröbli diese Maschine weiter zum Stickautomaten. Die Handarbeit am Pantographen wurde durch Lochkarten ersetzt, die Maschine automatisiert. Um das Jahr 1910 waren bereits ca. 5000 Schifistickmaschinen in der Schweiz im Einsatz.

Der erste Weltkrieg brachte der Branche eine Durststrecke von der sie sich niemals erholte. Trotzdem hat sich die St. Galler-Stickerei durch ihr Qualitätsdenken und Innovationen behauptet und ist heute aus der Haute-Couture nicht mehr wegzudenken.

Interessierten Lesern empfehlen wir auch das spannende Buch «die Sticker» von Elisabeth Gerter, EAN 978-3-293-00326-2. Herausgeber: Unionsverlag Zürich,

Danke für Ihr Interesse.

Tonsai AG Wittenbach

mehrkopfstickerei

Mehrkopfstickerei

Die moderne Stickerei für bereits fertig konfektionierte Textilien.

Eine Mehrkopfstickmaschine hat im Prinzip die Funktion einer normalen Nähmaschaschine. Sie basiert ebenfalls auf einem Doppelsteppstich also einem Ober- und Unterfaden. Die Nadelposition ist starr, die Bewegung erfolgt mit dem Stickrahmen in dem das zu bestickende Textil eingespannt ist. Wenn diese Maschine mehrere «Köpfe» hat, spricht man von einer Mehrkopfstickmaschine. Die einzelnen Köpfe sind dann mit einer Hauptantriebswelle verbunden.

Programmiert wird die Maschine digital. Auf einem speziellen Punchprogramm werden für die Maschine lesbare Datensätze eingegeben.

Hier die Abbildung einer Tajima-Mehrkopfstickmaschine wie sie bei uns im Betrieb Verwendung finden.

mehrkopfstickerei

Buchstabensuppe mit Weiheit mit den Lffeln gefressen Redensart

Textile Redensarten

In der Deutschen Sprache finden sich viele Ausdrücke die mit Textilien zu tun haben. Textil zieht sich sozusagen wie ein roter Faden durch die Sprache.

Viele Redensarten sind bekannt, manche weniger. Es ist aber erstaunlich wie gut die «Textilbranche» in der Sprache verankert ist.

Ärmel

– die Ärmel hochkrempeln (viel arbeiten)
– ein As im Ärmel haben (noch nicht alles ausgespielt, Reserven haben)
– etwas aus dem Ärmel schütteln (etwas ohne Mühe tun / etwas überraschend präsentieren

Binde

– einen hinter die Binde giessen (Alkohol trinken, feiern)

Bindfaden

– es regnet Bindfäden (sehr starker Regen)

Decke

– unter einer Decke stecken (mit jemanden gemeinsame Sache machen)

Faden

– ein roter Faden (kommt immer wieder vor, eine Leitlinie)
– am seidenen Faden hängen (bedrohliche, ernste Lage)
– den Faden verlieren (von Gedanken abkommen, nicht mehr weiter wissen)
– nach Strich und Faden (gründlich, nach allen Regeln)
– alle Fäden in der Hand haben (alles kontrollieren)
– im Hintergrund die Fäden ziehen (Vorgänge geheim steuern)

Fahne

– die weisse Fahne hissen (aufgeben)
– auf die Fahnen schreiben (etwas zum Motto machen)

Frack

– den Frack vollkriegen (verprügelt werden)

Gardinen

– hinter schwedischen Gardinen (im Gefängnis)
– Gardinenpredigt (eine strenge Rede halten)

Garn

– jemandem ins Garn gehen (auf die List eines anderen hereinfallen)
– ein Garn spinnen (etwas erfundenes erzählen)
– Seemannsgarn spinnen (Geschichten erzählen)

Handschuhe

– mit Samthandschuhen anfassen (vorsichtig anfassen)

Handtuch

– das Handtuch werfen (aufgeben, kündigen, verlassen)

Haube

– unter die Haube kommen (heiraten)

Hemd

– ins Hemd machen (Angst haben, sich wegen einer Kleinigkeit aufregen)
– jemanden bis auf das Hemd ausziehen (alles weg nehmen)
– für jemanden das letzte Hemd hergeben (alles für jemanden tun)
– die Meinung wechseln wie das Hemd (die Meinung je nach Vorteil wechseln)
– jemandem ist das Hemd näher als der Rock (die eigenen Interessen voran stellen)
– hemdsärmelig (ungezwungen, locker)

Hose

– tote Hosen ( nichts los)
– in die Hosen gehen (schiefgehen, misslingen)
– die Hosen anhaben (beherrschen)
– Jacke wie Hose (das gleiche)
– die Hosen herunterlassen (offen sprechen)
– sich in die Hosen machen (Angst haben vor etwas)
– mit abgeschnittenen Hosen dastehen (mittellos sein)
– auf den Hosenboden setzen (fleissig sein)
– die Spendierhosen anhaben (grösszügig s)

Hut

– ein alter Hut (alte Geschichten, nichts neues)
– sich etwas an den Hut stecken können (jemand kann etwas selber machen)
– alles unter einen Hut bringen (Einigung finden, etwas gemeinsam machen)
– mit einer Sache nichts am Hut haben wollen (sich von etwas distanzieren)
– seinen Hut nehmen (sich von einer Angelegenheit verabschieden)
– etwas aus dem Hut zaubern (überraschend etwas präsentieren)
– vor jemanden den Hut ziehen (Achtung haben)

Jacke

– Jacke wie Hose (das gleiche)
– jemandem die Jacke vollügen (gründlich belügen)

Kappe

– auf seine Kappe nehmen (dafür geradestehen)

Knopfloch

– mit einer Träne im Knopfloch (gerührt sein)

Knüpfen

– zarte Bande knüpfen (eine Liebesbeziehung eingehen)

Kopfkissen

– am Kopfkissen horchen (schlafen)

Korsett

– in ein Korsett zwängen (jemanden zwingen, einengen)

Kragen

– jemanden beim Kragen packen (sich jemanden vorknöpfen)
– jemandem platzt der Kragen (vor Wut die Beherrschung verlieren)
– sich um Kopf und Kragen bringen (durch Unvorsichtigkeit in Gefahr begeben)
– dieselbe Kragenweite sein (jemandem symphatisch sein, sich verstehen)

Lappen

– durch die Lappen gehen (entwischen)
– wie einen nassen Lappen behandeln (von oben herab, ablehnend)
– ein Waschlappen sein (ein Feigling sein)

Mantel

– etwas mit dem Mantel der Nächstenliebe zudecken (nicht davon reden)
– unter dem Mantel der Verschwiegenheit (vertraulich gesagt)
– sich einen Mantel umhängen (versuchen einen bestimmten Eindruck zu erwecken)

Maschen

– die Masche kennen (eine bestimmte Vorgangsweise erkennen)
– in die Maschen geraten (erwischt werden)
– durch die Maschen schlüpfen (entkommen)

Mütze

– einen an der Mütze haben (leicht verrückt sein, spinnen)
– eine Mütze voll Schlaf nehmen (sich zum schlafen begeben)
– eine Schlafmütze sein (langsamer, behäbiger Zeitgenosse)
– einen in der Mütze haben (Alkohol getrunken haben)

Nadel

– eine Nadel im Heuhaufen suchen (etwas suchen mit geringen Chancen es zu finden)
– wie auf Nadeln sitzen (unruhig, ungeduldig sein)
– jemandem Nadelstiche versetzen (kleine, boshafte Bemerkungen machen)
– Leichter geht ein Kamel durch`s Nadelöhr, als…(Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in den Himmel komme.

Nähkästchen

– aus dem Nähkästchen plaudern (vertrauliche Sachen erzählen)

Naht

– Nahtlos übergehen (ohne Unterbruch)

Pantoffel

– aus den Pantoffeln kippen (überrascht, verblüfft sein)
– Pantoffelheld (Ehemann, der unter der Herrschaft seiner Frau steht)

Rock

– hinter jedem Rock herlaufen (ein Frauenheld sein)
– an Mutter`s Rockzipfel hängen (von der Mutter abhängig sein)
– das Hemd ist näher als der Rock (jemandem sind die eigenen Interessen wichtiger)

Sack

– einen ganzen Sack voll (sehr viel)
– mit Sack und Pack (mit der ganzen Habe)
– wie ein nasser Sack sein (ohne Haltung, schlaff sein)
– die Katze im Sack kaufen (etwas kaufen ohne die Details zu kennen)

Samt

– in Samt und Seide gekleidet (sehr schön angezogen sein)

Schlips

– jemandem auf den Schlips treten (jemanden ärgern)
– sich auf den Schlips getreten fühlen (beleidigt sein)

Schürze

– an der Schürze von jemandem hängen (von ihm abhängig sein)
– hinter jeder Schürze herlaufen (Frauenheld sein)
– ein Schürzenjäger sein (Frauenheld sein)

Seide

– am seidenen Faden hängen (sich auf dünnem Eis bewegen)

Socken

– sich auf die Socken machen (aufbrechen, gehen)
– einen Sockenschuss haben (etwas verrückt sein, spinnen)
– von den Socken sein (sehr überrascht sein)
– eine rote Socke sein (Sozialist sein)

Spinnen

– spinnen (Dummheiten reden, leicht verrückt sein)
– ein Garn spinnen (etwas erfundenes erzählen)
– Seemansgarn (unglaubliche Geschichten)

Tasche

– jemandem auf der Tasche liegen (sich aushalten lassen)
– in die eigene Tasche wirtschaften (sich bereichern)
– jemandem Geld aus der Tasche ziehen (Geld wegnehmen wollen)
– jemandem geht das Messer in der Tasche auf (sehr wütend sein)

Taschentuch

– einen Knopf in`s Taschentuch machen (Gedächtnisstütze)

Teppich

– etwas unter den Teppich kehren (etwas verheimlichen, vertuschen)
– auf dem Teppich bleiben
– den roten Teppich ausrollen (Ehrerbietung zollen) (beherrscht bleiben, vernünftig)

Tuch

– ein rotes Tuch sein (etwas, was jemand sehr ärgert)
– in trockenen Tüchern befinden (beschlossen, erfolgreich etwas abgeschlossen haben)
– in Tuchfühlung gehen (jemandem näher kommen, begutachten)

Wäsche

– jemandem an die Wäsche gehen (verführen, belästigen)
– schmutzige Wäsche waschen (öffentlich Vertraulichkeiten bekanntmachen)
– dumm aus der Wäsche schauen (überrascht sein, glotzen)

Weste

– eine saubere Weste haben (nichts mit irgend etwas am Hut haben)
– einen Fleck auf der Weste (keine reine Weste, irgendwo schuldig sein)
– jemandem etwas unter die Weste jubeln (ihm anhängen)
– eine rote Socke sein (Sozialist sein)

Westentasche

– aus der Westentasche plaudern (eigene Erfahrungen bekannt machen)
– jemanden kennen wie die eigene Westentasche (sehr gut kennen)

Wickel

– jemandem beim Wickel nehmen (ihn fassen)

Wolle

– sich in die Wolle kriegen (miteinander streiten)

Zeug

– jemandem etwas am Zeug flicken (jemanden kritisieren)

Buchstabensuppe mit Weiheit mit den Lffeln gefressen Redensart

Composition with hardcover books. Literature and education.

Textiles Lexikon

Acryl

Unter Acryl versteht man eine synthetisch hergestellte, endlose Faser die dann für die Weiterproduktion geschnitten wird (=Stapelfaser). Sie ist warm und relativ stark. Hauptsächlich findet sie für Pullover, Matten etc. Anwendung.

Atlas

Kommt vom arabischen atlasa = glatt / fein. Es handelt sich um ein glattes, glänzendes Gewebe (Oberseite).

Atmungsaktivität

Ist die Bezeichnung für den Feuchtigkeitstransport und steht damit für die Wasserdampfdurchlässigkeit eines Materials von innen nach aussen. Ein Kriterium für die Atmungsaktivität ist der MVTR-Wert (moisterore-vapour-transmission-rate). Gemessen wird dabei die Wassermenge die bei einem Test im Labor innerhalb von 24 Stunden durch einen m2 Stoff verdunstet. Je höher die gesammelte Menge ist um so höher ist die Atmungsaktivität.

Bast

Bastfasern sind von zweisamlappiger Pflanzen hergestellt. Man unterscheidet die Weichfasern (Stengelfasern – Flaschs, Hanf, Jute und Ramie), Hartfasern (Blattfasern – Manila, Sisal) und Fruchtfasern (Kokos).

Baumwolle

Baumwolle ist eine Zellulosefaser. Eine seit fast 5000 Jahren bekannte subtropische Staudenpflanze. Sie wird bis zu 3 m hoch und muss meist jährlich neu angepflanzt werden. Für den Anbau müssen spezielle klimatische Bedingungen herrschen. Während der Wachstumszeit von ca. 5 Monaten benötigt die Baumwolle viel Niederschlag, während der Reifezeit absolute Trockenheit. Baumwolle eignet sich sehr gut zur Herstellung von Textilien, sie ist hautfreundlich und lässt sich besonders gut verarbeiten (Spinnen, weben, färben und bedrucken).

Brushed

Mit speziellen, rotierenden Bürsten wird die Oberfläche des Stoffes gebürstet «brushed». Dadurch bekommt der Stoff einen weicheren, voluminöseren Griff.

Canvas

Meistens aus Baumwolle ist es ein starkes, beanspruchbares Gewebe das für Segel, Taschen und Freizeit- und Sportbekleidung verwendet wird.

Cordura

Für die Herstellung von Cordura werden gestapelte (geschnittene) Polyamid-Fasern verwendet. Corduragewebe ist sehr viel strapazierfähiger als Nylon, es wird für Rucksäcke, Taschen und Schutzbekleidung verwendet.

CVC

CVC ist ein Mischgewebe aus Baumwolle und Polyesterfasern mit einem Baumwollanteil von mehr als 50%. Einsatzgebiet Bekleidung wie z.Beispiel Polo-Shirts.

Easy care

Hier handelt es sich um ein Veredelungsverfahren mit welchem die Stoffe chemisch behandelt werden um sie bügelfreundlicher zu machen.

Elasthan

Ist eine synthetische, hochelastische Faser die in erster Linie dazu verwendet wird, Passform und Komfort zu verbessern. Am bekanntesten ist hier LYCRA. Elsasthan wird den Gewirken im Normalfall zu 3-7 % beigemischt.

Fleece

Fleece wird aus Polyesterfasern hergestellt. Es ist kein Stoff sondern wird als Maschenware bezeichnet. Fleece ist eigentlich die englische Bezeichnung für «Velour» und wird gleich fabriziert. Die eingewirkten Schlingen werden aufgeschnitten und es entsteht eine sehr angenehme, weiche Oberfläche.
Fleece zeichnet sich vorallem durch die Leichtigkeit, die Wärmeisolation, das angenehme Traggefühl und die hervorragenden Pflegeeigenschaften aus. Fleece wird in den Gewichten von ca. 100 – 300 g/m2 hergestellt. Einziger Nachteil: Fleece verträgt kein Feuer.
Unsere Dreamlandfleecedecke (150×200 cm gross) hat ein m2 Gewicht von 280g und gehört damit zu den sehr guten, hochwertigen Qualitäten.

Frottier, Frottée, Frottee

«Man» sellt sich darunter allermeistens das gleiche vor, ist es aber nicht. Frottée oder Frottee ist ein Gewebe mit Effektgarnen gewoben wird. Uns interessiert vorallem Frottier das wir als Frottiertuch, Badetuch etc. kennen. Hier wird das Gewebe mit Schlingen hergestellt was dem Artikel besondere Saugkraft verleiht. Beim Walkfrottier werden die Schlingen noch besonders bearbeitet, verdreht um das Tuch widerstandsfähiger zu machen.

Gestrick

Bei Gestricken handelt es sich um Maschenware die durch die Verschlingung eines einzigen, quer laufenden Fadens gebildet werden. Nadeln, die einer Häkelnadel ähneln bilden Masche um Masche. Gestricke haben eine hohe Elastizität.

Gewirke

Gewirke sind Maschenwaren die durch die Verschlingung vertikal laufender Fäden zu Maschen werden. Eine Vielzahl von Nadeln bilden gleichzeitig nebeneinander eine Vielzahl von Maschen. Wirkwaren sind verhältnismässig robust und bilden keine Laufmaschen. Sie nehmen gut Flüssigkeit (Schweiss) auf, haben aber nur eine beschränkte Dehnbarkeit.

Jersey

Jersey ist die Bezeichnung für eine hochwertige Maschenware. Sie ist sehr weich, bügelarm, atmungsaktiv, saugfähig und geeignet für den Tumbler. Single Jersey ist einfach, Interlook-Jersey doppelt gestrickt und damit dicker. Für T-Shirts etc kommt meist Single-Jersey in reiner, gekämmter Baumwolle zur Anwendung. Durch seine hohe Elastizität gewährt er einwandfreie Passform und sehr gute Trageeigenschaften. Der Name kommt ev. von einer der Kanalinseln.

Lycra

«Das ist ein geschützter Name der Firma DuPont für eine sehr hochwertige, synthetische Elastanfaser. Sie verleiht den Kleidungsstücken eine dauerhafte Elastizität, optimale Passform und perfekten Sitz.

Microfaser

Sind moderne high-tec Fasern aus Polyester. Wie der Name sagt, handet es sich um sehr sehr feine Fasern die gut atmungsaktiv sind. Sie schützen vor Wind und Regen hingegen kann die dampfförmige Körperfeuchtigkeit gut verdunsten, sie wird nach aussen abgeleitet.

Microfleece

Dem Fleece gleichzustellen. Beim Microfleece handelt es sich um feinere Ware. Ausserordentlich leicht, bietet einen Schutz gegen den Wind und ist wasserabweisend. Die rasch aufgenommene Körperfeuchtigkeit wird nach aussen geleitet. Die Haut bleibt warm und trocken.

Nylon

Die Nylonfasern können extrem dünn hergestellt werden. Es ist eine Chemiefaser aus Polyamid. Seit den 50er Jahren ist Nylon aus der Mode- und Sportartikelbranche nicht mehr weg zu denken. Man denke hier an die Feinstrumpfbranche in welcher Nylon die Herstellung revoluzionierte. Nylon ist sehr pflegeleicht, schnell trocken und knittert kaum.

Ökotex-Standard

Ökotext ist ein Qualitätslabel das seit 1992 auf dem Markt die Textilien auf Schadstoffe wie Schwermetalle, Pestizide, Azo Farbstoffe, Kunstharze und vieles mehr prüft. Die Prüfung erfolgt auf allen Ebenen der Textilproduktion, von den Grundstoffen über das Weben, Färben, Drucken und sonstigen Veredelungsverfahren.
Das Ökotex-100 Label bietet dem Verbraucher Gewähr, ein Produkt gewählt zu haben, das die festgelegten Grenzwerte für einen eventuellen gesundheitlichen Schaden nicht überschreitet. Es ist das weltweit grösste Qualitätssicherheitssystem für die Textilherstellung und den Handel. Ökotex-Standard 100 = Textiles Vertrauen.

Oxford

Oxford Gewebe sind klassische Gewebe mit einer gewissen Struktur. Hier werden Kett- und auch die Schussfäden in unterschiedlicher Farbabstufung verwoben. Daraus entsteht eine dichtere Optik. Dieser robuste und strapazierfähige Bekleidungsstoff wird vorallem für Hemden verwendet. Er wird gerne in der kühleren Jahreszeit getragen.

Piqué

Klassisch ist Piqué eine spezielle Webart, die dem Gewebe eine Struktur verleiht. Piqué wird den Doppelgeweben zugeordnet da es mit zwei Ketten und zwei Schussfäden hergestellt wird. Dadurch ist die Oberseite strukturiert (waffelartig, körnig), die Rückseite ist glatter. Piqué wird aber auch auf Rundstrickmaschinen gestrickt, es handelt sich dann um einen Jersey-Piqué. Diese Stoffart wird vorallem für die Herstellung der klassischen Polo-Shirts verwendet. Er ist leicht und fühlt sich auf der Haut sehr angenehm an. Durch die Struktur ist er sehr saugfähig.

Polyester

Polyester ist eine vollsynthetische Chemiefaser und findet für Textilien häufig verwendet, vorallem als Beimischung zu anderen Fasern (Baumwolle). Polyester trocknet rasch und läuft nicht ein. Er wird deshalb vorallem für Sportbekeidung, Bademoden, Kleider, Wäsche und Krawatten verwendet.

Popeline

Popelinegewebe haben eine sehr feine Querrippen und die spezielle Webart verleiht dem Gewebe einen seidenartigen Glanz. Popelingewebe haben eine dichte Kette und einen relativ lockeren Schussfaden. Die Stoffart ist strapazierfähig und wird vorallem für Hemden und Blusen, Röcke und Hosen sowie leichte Mäntel verwendet. Trotzdem hochwertige Hemden aus Baumwolle hergestellt werden, bleiben diese bei entsprechender Ausrüstung bügelfrei oder mindestens bügelarm auf Grund der Struktur des Gewebes.

Ribb

Ribbgewirke zeichnen sich durch ihre besondere Elastizität bei geringer Materialdichte aus. Am häufigsten wird der 1:1 Ribb verwendet wo die Maschen abwechselnd nach links und rechts gestrickt werden. Er wird für körperbetonte Kleidung verwendet und zu Bündchen und Ausschnittkanten verarbeitet (T-Shirt).

Ringspun

Es ist ein Spinnverfahren. Bei ringgesponnenen Garnen handelt es sich im Gegensatz zu OE (open end) Garnen um sehr hochwertige Baumwollgarne. Voraussetzung für eine Verarbeitung ist eine gute Faserqualität und eine gewisse Stapellänge (Länge der Fasern). Es können sehr feine, qualitativ hochstehende Garne hergestellt werden.